Donnerstag, 8. März 2007
4. Tag
Am Ende des vierten Tages, kann ich freudig berichten große Erfolge erziehlt zu haben!

Secret Tabo (So.):
Beim Führtraining zeigt sie die gleichen Leistungen wie am Vortag, ich merkte aber, dass sie rechts große Schwierigkeiten zu haben scheint. Sie ließ sich auf dieser Seite wiederwilliger putzen, auf der rechten Hand lief sie langsamer und legte häufig die Ohren an. Wie sich herausstellte hat sie tatsächlich schwerwiegende körperliche Schäden. Ich kann/soll die Arbeit aber trotzdem wie gewohnt weiterführen.
Was mir noch nicht ganz klar ist, warum ist die Einheit die man an einem Tag erreicht am nächsten schon wieder vorbei und man muss sie sich wieder neu erarbeiten. Ist das nur am Anfang, bis sie richtig tief ist oder wird das so weitergehen. Ich bin gespannt wie wir morgen arbeiten werden.

Pinocchio:
Da er vermutlich gestern Muskelkater hatte, beschlossen wir es heute langsamer angehen zu lassen. Ich begann mit dem Führtraining. Mich erstaunte, dass es doch eine ganze Weile dauerte bis ich ihn ohne Druck anhalten konnte, sich eben diese Einheit einstellte, obwohl ich ihn schon geritten bin und wir seit dem ersten Tag zusammen arbeiten. Vielleicht kommt das von meinen vorherigen Fehlern beim Reiten?
Ich konnte heute von Anfang an alleine reiten. Es klappte auf anhieb wunderbar. Ich fühlte mich sicher und entspannt und auch Pinocchio reagierte genau so auf meine Hilfen wie ich es mir wünschte, er begann sogar zu kauen, lehnte sich leicht auf das Gebiss und trat recht gut unter den Schwerpunkt. Ein großer Erfolg für mich, da ich gestern ziemlich ratlos war, wie ich mich verbessern könnte. Ich glaube, der Punkt war, dass ich aufgehört habe zu kompliziert zu denken. Ich habe versucht ganz natürlich zu sein und mich nicht davon abschrecken zu lassen, dass ich gerade einen neuen "Reitstil" lerne. Ich vermute also, dass ich gestern zu verkrampft versucht habe alles richtig zu machen. Dabei muss man gar nicht soviel aktiv MACHEN wenn man richtig sitzt. Es scheint wirklich so als könnte das Pferd die Gedanken seines Reiters lesen. Eine schöne Erfahrung!

Walk on Top (W.):
Um das Führtraining nicht wieder zu kurz kommen zu lassen, begann ich auch bei ihr mit dem Führen. Wir stellten uns auch recht gut aufeinander ein.
Bei anschließenden Longieren war sie eher unkonzentriert, was auf die Maurerarbeiten zurückzuführen ist. Sie hatte einen großen Bewegungsdrang dem ich auch statt gegeben habe, da sie sonst noch unkonzentrierter war. Als sie sich ein wenig ausgesprungen hatte waren ihre Leistungen wie am Vortag ganz gut. Ich hatte aber das Gefühl, dass sie ihren Hals mehr nach außen getragen hat als sonst. Er zeigt fast immer in Richtung nach aussen, wenn ich an der Longe zupfte nahm sie ihn schon herein, sobald ich aber aufhörte und auch keine Geräusche wie schnalzen oder pfeiffen von mir gab war der Kopf wieder draußen. Daran werde ich morgen verstärkt arbeiten müssen.

Fabian:
Das Führtraining war sehr kurz und beiderseits eher unkonzentriert.

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…warum ist die Einheit die man an einem Tag erreicht am nächsten schon wieder vorbei und man muss sie sich wieder neu erarbeiten.

Weil das Pferd Muskelkater hat, zum Beispiel, oder sich aus irgendeinem Grund nicht wohlfühlt. Weil es sich nach dem Winter noch nicht wieder auf Reiten umgestellt hat und es seiner Gewohnheit nach etwas anderes im Tageslauf erwartet hat. Weil ihm der neue Reiter noch nicht vertraut ist oder es den Reiter nicht ganz verstanden hat. Es gibt tausend Gründe…, nicht zuletzt hat jeder Tag eine Tagesform.

Es ist einfach etwas zu erreichen. Es ist sehr viel schwerer, das Erreichte zu wiederholen. Deshalb haben systematisches Vorgehen und Geduld einen so hohen Stellenwert in der Reiterei… und immer gleich mit dem Pferd sprechen (damit meine ich natürlich die Körpersprache des Reitens).

Zu Walk-on-Top fällt mir ein: Morgen sollten wir die Gruppe vom Reitplatz reinholen und sie nach dem Führen dort freilaufen lassen. Erst dann im abgekürzteren Trab auf dem kleinen Viereck, oder besser noch auf zwei halben Zirkeln und zwei Geraden im Hof longieren.

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