Mittwoch, 7. März 2007
3. Tag
Langsam merke ich, wie ich mich an die Arbeit und den Tagesablauf gewöhne. Ich bin fitter, aufmerksamer und schon ein bischen routinierter, was die kleinen Dinge betrifft. Soll heißen, ich geh sicherer mit den Pferden um und fühle mich auch bereit alleine etwas mit ihnen zu tun.

Secret Tabo (So.):
Mit ihr habe ich heute Vormittag begonnen. Wir haben, nach dem wichtigen putzen, ein Führtraining gemacht. Beim Führen lernt man einerseits das Pferd gut kennen und stellt sich aufeinander ein, andererseits ist es eine wichtige Art um das besagte Geraderichten einzuleiten. Während man führt und mit der Gerte immer wieder an der Hinterhand antippt, tritt das Pferd fast automatisch unter den Schwerpunkt. Eine zwischenzeitlich eingeschobene Vorderhandwende hilft dabei ungemein. Beim Führen ist es wichtig neben dem Pferd mit lockerem Strick zu gehen, um so den Kopf des Pferdes im Auge behalten zu können und eventuell auftretende Gemütsverstimmungen rechzeitig erkennen zu können. Außerdem stellt sich eine Einheit ein und das Pferd lernt auf die Körpersprache des Menschen zu achten. Bleibe ich stehen, bleibt auch das Pferd stehe, laufe ich los macht es das Pferd genauso. In dieser Weise habe ich auch mit So. gearbeitet, bis wir nebeneinander her gelaufen sind und sie sogar im Trab und in Volten an meiner Seite geblieben ist. Es ist überhaupt nicht nötig am Strick zu zerren oder zu versuchen sie daran festzuhalten.

Pinocchio:
Mit ihm habe ich beim gewohnten longieren angefangen. Zu erst wieder ohne Longe. Er lief im Grunde sehr gut, konzentrierte sich auch aber ich merkte, dass er nicht mit Freude bei der Sache war. Vermutlich litt er unter Muskelkater vom Vortag. Ich setzte die Longe ein um ein besseres Einwirken auf die Halsbiegung zu bekommen. Dies klappte sehr gut und ich schloss das Longentraining ab, nach dem er wunderbar unter den Schwerpunkt getreten ist.
Nun kam das Reiten. Ich ritt ihn wieder ohne Sattel und versuchte mich anfangs wieder nur auf meinen Sitz zu konzentrieren. Als ich begann alleine zu reiten stellten sich ziemlich schnell Probleme ein, die sicher nicht sehr einfach zu lösen sind, da sie, so wie es den Anschein nimmt, tief in mir verankert sind. Die Theorie des richtigen Reitens habe ich weitgehend verstanden, ich weiß, dass ich ruhig auf meinen Gesäßknochen sitzen muss und die Wirbelsäule des Pferdes dazwischen liegt und ich mit den Knochen die Richtung bzw die Lienie angebe in der das Pferd läuft. Nur ist es schwer für mich in der Praxis dies auch wirklich einzuhalten. Außerdem mache ich noch zuviel mit den Händen, versuche das Pferd mit den Zügeln zu lenken und setzte sie dadurch falsch ein. Ein weiterer Punkt ist, dass ich die Wirbelsäule tatsächlich als Säule begreifen muss, um die sich alles dreht, sie aber gerade bleibt. Ich neige mich noch zu sehr zu den Seiten.
Zum Glück hatte ich aber trotzdem Phasen in denen einiges gestimmt hat. Dies zahlte sich sogleich aus, in dem Pinocchio gerade ging und auch mit dem rechten Bein unter den Schwerpunkt treten konnte.
Daran ist auf jeden Fall noch zu arbeiten, aber ich bin zuversichtlich...:-)

Walk on Top (W.) :
Sie durfte ich im Longierzirkel longieren. Ich versuchte es zuerst ohne Longe. W. war aber eher unkonzentriert und ich hatte das Gefühl, so nicht richtig auf sie einwirken zu können. Nachdem ich die Longe einsetzte, lief es anfangs auch viel besser. Nebenan waren Arbeiten an einer Mauer, was sie sehr störte. Sie ist ohnehin ein tempramentvolles Pferd, das eher unausgelastet ist und so nutze sie diesen Rahmen um all ihre überschüssigen Kräfte loszuwerden, sie gallopierte wie wild und schlug dabei hinten kräftig aus. Nach dem die Handwerker weg waren und sie sich ausgetobt hatte, konnten wir aber sehr konzentriert und mit guten Leistungen arbeiten. Sie konzetrierte sich gut und richtete sich schnell und gut gerade, schnaubte ab, hob den Schweif und begann auch zu kauen. Dieses plötzlich herumspringen hatte sie anscheinend ermüdet, denn ihre Lust am laufen schwand zusehends. Dies war gerade gut für die Vorhandwendung die sie heute viel gleichmäßiger und geordneter zustande brachte. Ich wollte sie danach noch ein wenig führen, aber hörte damit ziemlich schnell auf, da sie mir signalisierte, dass es nun genug für den Tag sei.

Fabian:
Bei ihm machte ich auch das Führtraining (s.o.).
Wichtig fande ich nur, dass er auch beim Führen häufig abschnaubte und immer wenn wir gut zusammen im Takt waren zu kauen anfing.

Allgemein:
Mir ist heute nochmals bewusst geworden wie feinfühlig Pferde sind und das es wirklich nur ganz kleiner Gesten bedarf um sie zu lenken. Ein leichtes Antippen mit der Gerte, ein Schnalzen mit der Zunge, ein Zügelanlegen, eine leichte Schulterdrehung. Um so mehr schockiert es mich im Nachhinein, wie respektlos manche Menschen mit ihren Pferden umgehen oder wie viel Kraft oft angewendet wird. Und auch die Funktion des Gebisses ist mir heute deutlicher geworden. Es geht nicht darum dem Tier durch schmerzen zu zeigen wo es langgeht, es geht darum mit sehr viel Feingefühl und zarter Hand Dinge zu erreichen für die minimale Signale notwendig sind. An diesem Punkt bin ich aber noch lange nicht, insofern setzt ich das Gebiss überhaupt nicht ein.
So ähnlich geht es mir mit der Gerte. Für mich war sie immer ein Folterinstrument und ich stimmte mit allen überein die sie am liebsten komplett verbannen wollen. Ich habe aber nun die Erfahrung gemacht wie sinnvoll sie sein kann. Mit ihr kann man dem Pferd spezielle Signale geben die ihm helfen und die keinerlei schmerzen verursachen. Es geht also mal wieder nur um das wie!

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Dienstag, 6. März 2007
2. Tag
Jetzt am Ende des zweiten Tages, wird deutlich, wie gut man sich auf neue Situationen einstellen und wie schnell man sein Auge, seine Sinne schärfen kann.
Wir haben heute mit vier Pferden gearbeitet, wobei ich aktiv bei dreien mitgewirkt habe und dass vierte von Nikolai bearbeitet wurde.

Walk on Top (W):
Sie ist eine Stute die aus guter Herrstammung ist, viel potenzial in sich trägt aber früh Kissing Spines gebildet hat. Kissing Spines entstehen, wenn ein Pferd seinen Rücken fallen lässt und so das Gewicht des Reiters direkt auf die Wirbelsäulenknochenfortsätze drückt und diese sich dann aneinander reiben. Hierbei entsteht ein großer Schmerz. W. dürfte mittlerweile schmerzfrei sein, jedoch ist mit einem solchen Pferd vorsichtig umzugehen. Sie stand lange Zeit auf der Weide, ist also wieder wie ein junges Pferd frisch und ungearbeitet. Das war auch der Grund warum Frau Sander die erste Arbeit selbst übernommen hat.
Bei ihr war gut zu beobachten, dass sie an der Longe gut gelaufen ist und auch die Hinterhufe unter den Schwerpunkt gebracht hat, dieses untertreten war aber noch unregelmäßig, daran muss weiterhin gearbeitet werden.
Frau Sander forderte sie das erste mal, auf dem großen Sandplatz, zum Galopp auf. Hierbei verspannte W. sich, da diese Situation ungewohnt für sie war. Im Nachhinein, hätte sie vielleicht nicht darauf bestehen müssen, denn nun lief W. auf dem rechten Vorderbein nicht mehr locker und flüssig.
Dies versuchten wir mit der Vordebeinwende zu beheben, hierbei wird das Pferd aufgefordet sich um 180° um die Vorderbeine zu drehen. Diese Übung kann man gut am Anbindeplatz machen. Dabei tritt das Pferd, im besten Falle, mit einem Bein hintenherum und mit dem anderen innenherum. Diese Übung gymnastiziert die Hanken, die Beweglichkeit, eröffnet dem Pferd eine neue und sozusagen unnatürliche Gangrichtung und man zeigt ihm dadurch auch das richtige treten in Richtung Schwerpunkt da das innere Bein beim Seitwärtstgehen genau in diese Richtung tritt.
Sonst war noch, beim longieren, das abschnauben, kauen und schlecken und gleichzeitiges kauen und schweifheben zu beobachten.

Pepita:
Ihr Problem ist Arthrose. Diese Knochenkrankheit wird durch Umwelteinflüsse oder genetischer Anlage ausgelöst. Sie zeichnet sich durch sporadische aber sehr schmerzhafte, stichartige "attacken" aus. Diese Pferde können nicht geheilt werden. Das Krankheitsbild verändert sich ständig und es kann durchaus auch Zeiten geben in denen es den Tieren wunderbar geht. Nun sind sich diese Pferde aber durchaus bewusst, dass bald ein starker Schmerz kommen könnte, d.h. sie besitzen eine erhöhte Körperangst und sind häufig sehr verspannt. Außerdem sollte man sie auf der Weide halten, da Bewegung gut für sie ist. So kam auch Pepita nach langem Weidenaufenthalt erst kürzlich in den Stall. Frau Sander übernahm das erste Training. Gleich zu beginn zeigte sie den so genannten Hahnentritt, darauf werde ich später zu sprechen kommen, wenn ich mir besser bewusst bin, was das genau bedeutet.
Sie zeigte außerdem Verspannungen und war eher unruhig. Das Abschnauben begleitete sie mit Nüsternblähen und lauten Geräuschen, häufig neigte sie den Kopf um die Außenseiten am Vorderbein zu kratzen. Sie trug den Kopf eher tief, was auf einen schwachen Rücken zurückzuführen ist. Trotz diesem allen war sie ziemlich gerade und auch das treten unter den Schwerpunkte war regelmäßiger als bei W.
Ein nebenan parkender Traktor veranlasste sie aus dieser vorher beschriebenen Körperangst heraus los zu gallopieren und hinten auszutreten. Man sah, dass dies nicht aus einer wirklichen Angst heraus oder ungehorsam geschah.
Wir versuchten sie nun auch mittels der Vorhandwende zu entspannen. Dies machte sie sehr fleißig und ordentlich. Danach war zwar die Verspannung besser, die Abneigung gegen den Traktor und den dazu gehörenden Arbeiter aber ungebrochen, mit hochaufgerichtetem Hals und wild schnaubend weigerte sie sich daran vorbeizulaufen, tat sie es doch schlug sie aus und buckelte hintenheraus. Dieses Verhalten endete mit dem Verschwinden dieses "Unruheherdes". Sie konnte sich nun auf die Arbeit konzentrieren und zeigte beachtliche Leistungen. Normalerweise hätte hier die eigentliche Arbeit beginnen können, es ist aber nicht sinnvoll ein "frisches" Pferd zu sehr oder zu lange zu beanspruchen.

Pinocchio:
Dies war das ertste Pferd, mit welchem ich eigenständig arbeiten durfte. Er ist ein Schulpferd gewesen und sehr sicher im Umgang, ausgeglichen, außerdem kennt er die Abläufe sehr genau.
Ich bin mit ihm auf den Longierzirkel gegangen, habe ihn aber ohne Longe bewegt. Schnell zeigte er das gewünschte Abschnauben und Abhusten. Im Trab lief er flüssig, hob den Schweif und wirkte recht zufrieden. Dies war auf beiden Händen ziemlich gleich, wobei er deutlich besser auf der linken Hand unter den Schwepunkt getreten hat, die rechte Hand wurde aber im Laufe der Arbeit immer besser. Vorallem im Schritt konnte ich das gut beobachten, ich hatte das Gefühl, dass er im Trab noch nicht so sauber ist, kann das aber nicht wirklcih beurteilen.
Trotz seiner "Leichtigkeit" waren immer wieder Darmgeräusche zu hören. Wurden aber schwächer je länger er lief oder waren weg wenn er zwischenzeitlich im Schritt ging. Wenn ich ihn zum Galopp animieren wollte, verstärkten sie sich, waren aber weg wenn er im Galopp war. Dies legte sich je öfter ich die Übungen wiederholte, dazu wechselte ich regelmäßig die Hand. Nach zwanzig Minuten zeigte er deutlich, dass es nun genug für den Tag sei und wurde zusehends unwillig.
Ich beendete das longieren.
Danach war das Reiten dran. Ich setzte mich also ohne Sattel auf ihn und wurde von Nikolai geführt. Dabei ging es Hauptsächlich darum meinen korrekten Sitz zu finden, die Gesäßknochen zu spüren und Ruhe in die Wirbelsäule zu bekommen. Ohne Sattel und am zweiten Tag fiel es mir schon sehr viel leichter gerade zu sitzen es fühlte sich nicht mehr ganz so falsch an. Sobald ich die Beine in der richtigen Position hatte war das Spüren der Gesäßknochen kein Problem mehr, wobei ich die rechte Seite deutlicher spürte ( kommt das von meiner Schiefe? Oder vom morgendlichen Feldenkrais training, wobei ich heute die rechte Seite bearbeitet habe?...). Sobad ich im Ruhepunkt seines Rückens saß, fühlte sich das Reiten richtig und entspannt an. Schwieriger wurde es die Wirbelsäule ruhig zu halten als ich die Zügel aufnahm. Sobald ich mich aber darauf konzentrierte waren die Veränderungen deutlich zu spüren. Die richtige Zügelführung besprachen wir anschließend.
Ich denke ich habe heute einen ersten Eindruck von der gewünschten Einheit mit dem Pferd gespürt.
Da ich meine äußere Schulter leicht nach innen gedreht hielt, lief er unter mir auch ziemlich gerade.

Anna:
Mit Anna habe ich heute nicht viel zu tun gehabt.
Ich führte sie nur während Nikolai geritten ist. Dabei ist mir aufgefallen wie schnell sich auch das Pferd auf den Menschen einstellt. Bevor Nikoalai aufgestiegen ist habe ich sie durch die Bahn geführt und ziemlich schnell lernte sie auf meine Körpersprache zu hören. D.h. sie läuft los wenn ich los laufe und hält auch genau dann an wenn ich anhalte. Perfekt war es noch nicht, aber wir haben ja auch noch Zeit miteinander zu lernen.

Der heutige Tag hat viel Neues gebracht aber auch einige Dinge verfestigt. Ich glaube, mit jedem weiteren Tag wird es leichter den ganzen Begrifflichkeiten zu folgen und sie auch wirklich zu verstehen.

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Über mich...
Um verstehen zu können warum ich hier schreibe, bzw. wieso ich das hier schreibe, ist es vielleicht sinnvoll erst einmal etwas über mich zu erfahren.
Ich bin 20 Jahre alt und hier in die Normandie gekommen um zu lernen. Über mich, meinen Körper, vorallem aber um über und von Pferden zu lernen. Sie zu verstehen und eventuelle Probleme zu begreifen, im Ursprung zu erkennen und die Ursachen gezielt beseitigen zu können. Aber nicht nur das, ich möchte reiten lernen, Pferde lesen lernen und mit ihnen in Freundschaft kommunizieren. Mir ist es wichtig, dass eine ausgewogene Partnerschaft besteht, mit gegenseitigem geben und nehmen.
In anderer Art, habe ich dies schon Jahrelang erfahren dürfen. Ich bin Rai geritten und habe dort erstmals die Erfahrung gemacht, dass das Tier, Pferd, ein wunderbarer Partner und Freund ist und man es nicht als Sportgerät oder prestige-objekt abstempeln darf. Durch jahrelange Reiterfahrung, war ich mir sicher hier einen gewissen Vorteil zu haben, aber es war sehr naiv anzunehmen ich wüsste schon viel, oder könnte reiten, in jeder Bewegung in jedem Wort von Frau Sander steckt soviel neues und unglaublich spannendes, dass ich es gar nicht erwarten kann immer mehr zu lernen.

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Montag, 5. März 2007
Tag 1
Unser Hauptaugenmerk liegt bei der natürlichen Schiefe der modernen Pferde. Man kann beobachten, dass das gewünschte Treten des inneren Hinterbeines unter den Schwerpunkt, dh. die tiefste Stelle des Bauches, oft nicht der Fall ist, oder es nur auf einer Hand geschieht.
Den meisten Pferden fällt dies auf der linken Hand leichter als auf der rechten.
Wir beobachteten dies heute bei zwei Pferden auf einem Sandplatz. Dort ist es gut zu beobachten, da man die Spuren im Sand erkennen kann. Der innere Vordehuf hinterlässt einen Abdruck und der innere Hinterhuf tritt in diesen hinein und im perfekten Fall ein Stück weiter unter den Bauch. Zu beobachten war, dass beide Pferde (Pinnocchio und Anna) auf der linken Hand dies ziemlich gut gemacht haben, aber auf der rechten Hand aber immer ein wenig nach aussen gedreht wurde. Dies konnte aber im Sattel schon ein bischen korrigiert werden.
An der Longe wurde wieder deutlich, dass die linke Seite bevorzugt wird. Sie liefen beide flüssiger und leichter. Pinocchio hat sogar seinen Schweif schnell angehoben, was seltsam war, dass trotz der guten Zeichen wie etwa Schweif heben, abschnauben und abhusten trotzdem Darmgeräusche zu hören waren.
Dies liegt vermutlich daran, dass er erst vor kurzem von der Weidenpause herein geholt wurde und sich alles erst auf das Arbeiten einstellen muss.
Interessant ist, man muss nur ganz genau hinschauen und fühlen, dass Pferd zeigt einem wie weit man gehen kann und wann es genug ist. Bei Pferden, die frisch mit der Arbeit beginnen ist es wichtig, dass sie nicht überfordert werden. Das gemeinsame Arbeiten soll freiwillig und ohne Zwang stattfinden.
So ist auch das Geraderichten eine physiologisch anstrengende Übung für das Pferd, es müssen sich erst die Bänder und Sehnen dehnen, dies geht, genau wie beim Menschen, nicht auf einmal.
Beim reiten ist der richtige Sitz das wichtigste. Wenn man enstpannt aber mit Körperbewusstsein auf dem Pferd sitzt, die Beine lang, die Hacken tief, der Rücken gerade und die Wirbelsäule aufrecht auf den Gesäßknochen verschmelzt man mit dem Pferd zu einer Einheit und die geforderten Dinge passieren wie von alleine. Aber diesen Sitz perfekt hinzubekommen ist nicht ganz einfach, ich habe z.B das Problem immer zu weit rechts zu sitzen. Ich fühle mich dabei aber gerade, d.h. ich muss stark darauf achten gerade zu sitzen, für mein Gefühl also in die linke Richtung geneigt. Um uns ganz auf den Sitz konzentrieren zu können wurden wir heute auch geführt. Ich denke es wird ein bis zwei Tage dauern, bis sich mein Gehirn umgestellt hat und ich diese linke Richtung als gerade empfinde. Dafür ist es sinnvoll immer einen zweiten am Boden zu haben der den Sitz von aussen betrachten und beurteilen kann.
An diesem Punkt haben wir die Arbeit für diesen Tag beendet, da auch das Pferd deutlcih gezeigt hat, dass es nun genug ist.

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